Vielen Dank für euer Interesse an diesem Video. Nach so vielen Kommentaren von euch haben wir die Kommentarspalte zu diesem Beitrag jetzt geschlossen. Wir freuen uns aber, wenn ihr unter den anderen Videos des Kanals fleissig weiterdiskutiert. Herzlichst, euer SRF Kultur Team
Tolle Frau. Endlich eine Herangehensweise mit der ich was anfangen kann. Sehr angenehm, ruhig, intelligent. Und zwei Buchtipps auch noch abgegriffen. Danke fuer diese tolle Sendung.
China hat doch ebenfalls unter dem Kolonialismus gelitten - und wo steht es heute! Es ist also möglich, Armut und Elend trotz kolonialer Vergangenheit zu überwinden. Das wird leider in der Diskussion nicht angesprochen. Es wäre interessant zu erfahren, welche Gründe die Autorin für diese bemerkenswerte Entwicklung nennen würde.
Mithilfe so differenzierter Sendungen wie dieser hier. Ein spannender Gast, der eloquent aufzeigt, wie facettenreich das Thema ist. Einerseits ist Afrikas Anspruch seine eigenen Fehler zu machen nachvollziehbar und unbedingt ernst zu nehmen. Doch letztlich betreibt ja der Westen immernoch wirtschaftlichen Kolonialismus aus der Ferne - so untergräbt beispielsweise Nestlé mit Milchpulver die lokale Entwicklung der Bauern usw. Ganz zu schweigen von all dem Rescourcenimport der Europäer, was in der jetzigen Verfassung der meisten afrikanischen Ländern Korrpution und lokale Ausbeutung befeuert. Es ist bezeichnend, dass wir Europäer nun verzweifelt mit der ideologischen Keule daher kommen und vor den bösen Chinesen warnen. Doch zuletzt muss sich der Westen ja wirtschaftlich gegen den aufstrebenden Osten behaupten und dies bestmöglich vermarkten - nur, die jahrelange Erfahrung mit gierigen Besuchern hat auf dem Kontinent schon lange Klarheit geschaffen: Der Westen oder China - Pest oder Cholera.
@@CrazyDudeGoneWildEs ist sehr einfach ohne Afrika hätten wir den Lebensstandart nicht ( den durchschnittlichen) und ungekehet ohne dwn Westen und dwren Nachfeage was auf und unter dem Kontinent liegt gäbe es weder Ausspiel noch Nachfrage diskusionen. Und wir hier müssten wirklich mit dem klar kommen was ist. Aber auch aufpassen wo soll was kurzfristiges befriedigt werden wo langfristig und welchen Preis hat es.
Es gab vor kurzen eine großartige 3-teilige Doku auf Arte zum Thema Dekolonialismus. Erstaunlicherweise hab ich beim Stöbern auf Amazon noch kein Buch gefunden, welches mich irgendwie angesprochen hätte.
Ich lese Bücher über Kolonialgeschichte - neue und auch alte, zeitgenössische, und vergleiche die Ideologien der Verfasser miteinander. Ich lese darüber Artikel in wissenschaftlichen und populären Zeitschriften. Außerdem diskutiere ich das Thema mit Betroffenen. Die gibt es ja weiterhin, weil die Ungleichheit der Macht ja immer noch besteht. Leider gibt es auch viele Aktivisten, die das Thema für ihre eigenen politischen Ideologien instrumentalisieren. Das sind falsche "Betroffene", das muss man streng auseinanderhalten.
Interessant. Die Frage steht im Raum, ob der Kolonialismus komplett vermieden hätte werden können. Zudem: hat der Kolonialismus, neben den vielen Gräueltaten, nicht auch positive Auswirkungen auf die kolonialisierten Völker gehabt? Es wäre noch interessanter, alle Aspekte ohne ideologische Scheuklappen zu durchleuchten.
Welche positiven Einflüsse des Kolonialismus könnte man woran festmachen? Die Ausbeutung des Kontinents, die Unterdrückung der unterschiedlichen Kulturen, Sprachen, Religionen, der Menschenraub...die Demütigung, die Gewalt - wie kann man darin postive Aspekte finden?
Ei, ei, um von der Moderation geherzt zu werden, musst Du ihr bedingungslos zustimmend so viel Honig um den Mund schmieren wie es Pu der Bär nur zu gern hätt'😉
@@andreaberg4396 Ein positiver Einfluss ist beispielsweise, dass die Europäer während der Kongokonferenz die Sklaverei in Afrika verboten und das Verbot dann auch konsequent durchgesetzt haben. Bereits lange vor dem atlantischen Dreieckshandel haben afrikanische Stämme und arabische Völker regen Sklavenhandel untereinander betrieben, und er wäre mit Sicherheit ohne den Einfluss ohne die Europäer nicht geendet. Ich finde es schön, dass wir dank den humanistisch und christlich geprägten Europäern heute eine Welt haben, die durch technologischen und humanitären Fortschritt prosperiert wie nie zuvor in der Geschichte. Und dies gilt übrigens auch für Afrika, wo das Bevölkerungswachstum dank steigendem Wohlstand kräftig wächst. Vergleichen sie die heutige, von den Europäern geprägte und globalisierte Epoche mit irgend einer anderen Epoche in der Menschheitsgeschichte, Sie werden keine finden, in der es der Menschheit materiell besser ging und der Umgang miteinander humaner war. Die heutigen Scheuklappen in den Debatten lassen sich gut an Ihrer, mit Verlaub, naiven Frage erklären, dass Sie scheinbar einen einseitigen Blick auf die negativen Aspekte des Kolonialismus haben, ohne sich unvoreingenommen mit der Geschichte beschäftigt zu haben.
Wir können uns niemals zu viel mit dieser unglaublich ungerechten Epoche der Menschheitsgeschichte befassen, um sie kritisch zu verstehen und zu überwinden.
Bevor man urteilt "unglaublich ungerecht" sollte man erst einmal die verschiedenen Aspekte richtig ausleuchten und auch mit anderen Epochen abgleichen. Imperialismus ist selten besonders nett und der Kolonialismus war und ist zwar einerseits sehr gewaltsam, ja grausam, aber er hat auch viel mit den inneren Verhältnissen der Kolonialisierten (Zerstrittenheit, Kollaboration, Profit und Widerstand) und andererseits technologischen Unterschieden zu tun. In schlichter Gut-Böse-Stempel reicht da nicht aus. Das kam in der Diskussion auch ganz gut heraus. Insbesondere bringt das Eintüten in einzelne Schachterln ohne Zukunftsperspektive nichts.
Warum leisten die Arabischen Imperialisten nicht ihre Milliarden in den Aufbau von Infrastruktur? So viel geld Dubai hat, könnten die in ganz Afrika eine Zugverbindung aufbauen um waren untereinander besser liefern zu können.
Ein sehr angenehmes Gespräch, das E,otionalisierung vermieden hat und auf positive Bilder neuer Möglichkeiten und Veränderungen gezielt hat. Habe einiges gelernt, danke Frau Getachew!
Ein spannendes Gespräch! Als Lateinamerikanistin muss ich allerdings sowohl die sehr verkürzte Sicht auf die über 500 Jahre (nicht 400) währende Kolonialgeschichte und auf die Postcolonial Studies bemängeln. Dass Lateinamerikas Kolonialgeschichte und vielfältige Theorielandschaft lediglich in einem Satz und einer unbeantworteten Frage bzw. gar keine Erwähnung finden, ist enorm schade! Ich freue mich auf eine Fortsetzung! 😊
Wobei das glaube ich auch nicht der Anspruch von Getachew zu sein scheint, vielleicht auch schlichtweg, weil sie nicht genug Kenntnisse über diese spezifische Geschichte hat. Hab bisher 40 Minuten gesehen (und mache gerade eine kurze Pause), bis hierhin wurde die Kolonialisierung von Indien auch nur am Rande thematisiert, die Kolonialisierung von Asien sogar gar nicht. (Wie gesagt vermute ich, dass dem einfach deshalb so ist, weil die Autorin diesbzgl. nicht genug Wissen besitzt. Und dann ist es ja eigentlich sogar sinnvolller, wenn sie sich nicht ausgiebig dazu äussert)
Hm, dass das bei dem Gast kein Schwerpunkt würde, war absehbar. Außerdem ist es im deutschsprachigen Kontext auch nicht sehr verwunderlich, da dort Lateinamerika nie eine so große Rolle wie im angelsächsischen oder spanischen Kontext gespielt hat. Es gibt zwar einige historische Verbindungen etwa mit Brasilien oder Argentinien, aber die sind tendenziell schon postkolonial bzw. nicht im Sinne einer Kolonialmacht sondern eher einer Auswanderungsbewegung zu sehen. Dass der deutschsprachige Raum indirekt natürlich trotzdem über den Handel stark von der Abhängigkeit Lateinamerikas profitiert hat, ist sicher richtig, aber eben weit weniger greifbar als ein unmittelbares Agieren wie in Namibia oder Tansania.
Felwine Sarr und Adom Getachew sind nur zwei, die sich mit einer Zukunft dieses Kontinents befassen. Inzwischen kommt immer mehr die Zukunft des Kontinents in den Fokus. Das ist konsequent. Das ökonomische Wachstum von mehr als 6% p.a. spricht eine deutliche Sprache!
Solche Zahlen sind zwar einerseits ermutigend, andererseits ist aber auch das Ausgangsniveau zu betrachten 6% von wenig ist nicht viel. Trotzdem hat der Kontinent zweifellos das Potential für eine gute Zukunft, wenn die Anführer und -führerinnen verständig und weitsichtig agieren. Leider gibt es auch einige Regionen, die zweifellos in schwierigem Fahrwasser sind. Neben dem Horn von Afrika, wo es schon lange schwer kriselt wirkt auch Westafrika teilweise sehr fragil und weiter zerren diverse Großmächte oder solche, die sich dafür halten, an diversen Ländern ungut herum. Es ist auch nicht so, dass die Emanzipation von den Kolonialmächten immer mit Progression einhergeht wie ja gut dargestellt wurde. Neben Befreiung aus Armut und Gewalt gibt es teilweise auch sehr reaktionäre Tendenzen. Aber das eingeforderte Recht auf eigene Fehler besteht natürlich.
Ich vermisse bei der Karte der kolonisierten Länder auch die farbige Markierung am Besten in Schwarz der Länder-Kolonisatoren. Darüber hinaus vermisse ich auf der Karte die von Russland kolonisierte Länder in Pink zu sehen. Ansonsten vielen Dank!
Naja, teilweise ist das Problem allerdings auch, dass "wir" (vllt ist das in der Schweiz auch anders, ich bin in Deutschland Ende der 90er und in 2000ern zur Schule gegangen) im Geschichtsunterricht nicht sooo sonderlich viel über Kolonialismus gelernt haben. Es wurde hier und da mal erwähnt, unter anderem auch im Fremdsprachenunterricht, aber das ganze Ausmaß des Phänomens wurde mir erst nach und nach klar. Im eigentlichen Geschichtsunterricht ging es viel um Deutschland, die Entwicklung zu demonkratischen Strukturen, etc...(Was sicher auch wichtige Themen sind) Es wurde noch kurz von Wilhelm IIs Wunsch nach einem "Platz an der Sonne" geredet. Aber die globalen Verflechtungen des Kolonialismus, das wurde nicht deutlich. Ich finde, es sollte eigentlich ein gesamter Überblick über die Geschichte der Menschheit im Geschichtsunterricht abgebildet werden, insbesondere in einer Welt mit länderübergreifenden Herausforderungen.
Letzteres ist sicherlich wichtig, allerdings würde ich den eigenen Unterricht nicht so schlecht einstufen. Das Problem war vielleicht eher, dass viele Schüler sich in dem Alter eher für anderes interessieren.
Da sagst Du was sehr richtiges. Wenigstens den Genozid (!) an den Herero und Nama bzw. die deutschen Kolonien in Afrika sollten schon intensiv behandelt werden, gerade weil man da schon so viele Parallelen zum dritten Reich erkennen kann. Das erste deutsche Konzentrationslager war die sogenannte "Haifischinsel".
Sehr guter Einwand gekräuselte Näschen über Kaffeetrinker. Vor oder nach der Teetime an die eigene Nase zu packenn und gedanklich zu glätten. Dass heisst nicht rausreden ich meine damit Bewusstsein. und der wirkliche Wert von Lebenszeit dem Wert der körperlichen Arbeitskraft was die geistige nicht mindern soll. Ich trinke beides dennoch hat es nicht den gleichen Wert wie Wasser. Und Wasser ist wertvoll ( nicht das Wasser selbst dies hat keinen Wert oder genau das Gegenteil) ( Viel Spass darüber zu diskutieren)
meine güte… was zelebrierst du wenn du dein smartphone in der hand hälst, deinen monitor oder fernseher anschaltest, am pc arbeitest etc.??? was meinst du wer und für welchen lohn sich da für dich kaputtgearbeitet hat. was machen die afrikaner wenn sie in ihre autos einsteigen, die glühbirnen einschalten oder wasser aus dem brunnen holen?
Man kann nicht einfach sagen, dass der globale Süden günstiger landwirtschaftliche Güter herstellt. Immerhin gibt es hier in Deutschland auch Umweltauflagen auf einem ganz anderen Niveau. Und ob bei Einhaltung dieser Regeln landwirtschaftliche Güter aus dem Süden überhaupt noch günstiger wären, ist fraglich.
Und jetzt stell dir mal vor wie teuer unsere Produkte wären, wenn es dort so etwas wie einen Mindestlohn und Arbeitnehmerrechte und funktionierende Exekutivgewalten gäbe. Wir leben hier in vielerlei Hinsicht sehr billig auf Kosten anderer…
Ich bin hier auch kein Experte, aber ich kann mir gut vorstellen, dass zum einen nicht ausschließlich davon ausgegangen werden darf, dass es bei der Landwirtschaft afrikanischer Staaten keine oder schlechtere Umweltauflagen gelten und zum anderen kann ich mir auch vorstellen, dass die Skaleneffekte aufgrund der zur Verfügung stehenden Fläche sich ebenfalls auf einen niedrigen Preis auswirken können. Selbstverständlich (meine Meinung) steigen Preise, wenn Auflagen eingeführt werden und trotzdem denke ich, dass bei handelsbekommen auf Augenhöhe Afrika in einigen Bereichen Wettbewerbsfähiger ist als Europa.
Zwei kluge Leute analysieren eine Stunde lang Kolonialismus und seine Folgen. Irgend ein Rando schreibt dazu: "Schwachsinn". Echt sehr gut dagegen argumentiert!
sagt wer? haben Sie auch Argumente? Vielleicht selbst ein Buch dazu geschrieben? Übrigens, es heißt: "selten, so einen Schwachsinn gehört", nur mal anfangen bei der Sprachkompetenz.
Eine interessante Interpretation. Ich habe es eher so verstanden, dass alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten einzahlen und ausbezahlt werden wie es das Wesen eines Sozialstaates ist und im Rahmen der EU ja schon partiell transnational durch Transferleistungen implementiert ist und sich trotz aller Schwächen auch bewährt.
Vielen Dank für euer Interesse an diesem Video. Nach so vielen Kommentaren von euch haben wir die Kommentarspalte zu diesem Beitrag jetzt geschlossen. Wir freuen uns aber, wenn ihr unter den anderen Videos des Kanals fleissig weiterdiskutiert. Herzlichst, euer SRF Kultur Team
Ein grund mehr die AFD zu wählen.
Tolle Frau. Endlich eine Herangehensweise mit der ich was anfangen kann.
Sehr angenehm, ruhig, intelligent. Und zwei Buchtipps auch noch abgegriffen.
Danke fuer diese tolle Sendung.
China hat doch ebenfalls unter dem Kolonialismus gelitten - und wo steht es heute! Es ist also möglich, Armut und Elend trotz kolonialer Vergangenheit zu überwinden. Das wird leider in der Diskussion nicht angesprochen. Es wäre interessant zu erfahren, welche Gründe die Autorin für diese bemerkenswerte Entwicklung nennen würde.
Liebe Community, wie informiert ihr euch zum Thema Kolonialismus? 📚📱🗪
Mithilfe so differenzierter Sendungen wie dieser hier. Ein spannender Gast, der eloquent aufzeigt, wie facettenreich das Thema ist. Einerseits ist Afrikas Anspruch seine eigenen Fehler zu machen nachvollziehbar und unbedingt ernst zu nehmen. Doch letztlich betreibt ja der Westen immernoch wirtschaftlichen Kolonialismus aus der Ferne - so untergräbt beispielsweise Nestlé mit Milchpulver die lokale Entwicklung der Bauern usw. Ganz zu schweigen von all dem Rescourcenimport der Europäer, was in der jetzigen Verfassung der meisten afrikanischen Ländern Korrpution und lokale Ausbeutung befeuert.
Es ist bezeichnend, dass wir Europäer nun verzweifelt mit der ideologischen Keule daher kommen und vor den bösen Chinesen warnen. Doch zuletzt muss sich der Westen ja wirtschaftlich gegen den aufstrebenden Osten behaupten und dies bestmöglich vermarkten - nur, die jahrelange Erfahrung mit gierigen Besuchern hat auf dem Kontinent schon lange Klarheit geschaffen: Der Westen oder China - Pest oder Cholera.
@@CrazyDudeGoneWildEs ist sehr einfach ohne Afrika hätten wir den Lebensstandart nicht ( den durchschnittlichen) und ungekehet ohne dwn Westen und dwren Nachfeage was auf und unter dem Kontinent liegt gäbe es weder Ausspiel noch Nachfrage diskusionen.
Und wir hier müssten wirklich mit dem klar kommen was ist.
Aber auch aufpassen wo soll was kurzfristiges befriedigt werden wo langfristig und welchen Preis hat es.
Deutsche Sprache-schwere Sprache 😊
Es gab vor kurzen eine großartige 3-teilige Doku auf Arte zum Thema Dekolonialismus. Erstaunlicherweise hab ich beim Stöbern auf Amazon noch kein Buch gefunden, welches mich irgendwie angesprochen hätte.
Ich lese Bücher über Kolonialgeschichte - neue und auch alte, zeitgenössische, und vergleiche die Ideologien der Verfasser miteinander. Ich lese darüber Artikel in wissenschaftlichen und populären Zeitschriften. Außerdem diskutiere ich das Thema mit Betroffenen. Die gibt es ja weiterhin, weil die Ungleichheit der Macht ja immer noch besteht.
Leider gibt es auch viele Aktivisten, die das Thema für ihre eigenen politischen Ideologien instrumentalisieren. Das sind falsche "Betroffene", das muss man streng auseinanderhalten.
Interessant. Die Frage steht im Raum, ob der Kolonialismus komplett vermieden hätte werden können. Zudem: hat der Kolonialismus, neben den vielen Gräueltaten, nicht auch positive Auswirkungen auf die kolonialisierten Völker gehabt? Es wäre noch interessanter, alle Aspekte ohne ideologische Scheuklappen zu durchleuchten.
Welche positiven Einflüsse des Kolonialismus könnte man woran festmachen? Die Ausbeutung des Kontinents, die Unterdrückung der unterschiedlichen Kulturen, Sprachen, Religionen, der Menschenraub...die Demütigung, die Gewalt - wie kann man darin postive Aspekte finden?
Ei, ei, um von der Moderation geherzt zu werden, musst Du ihr bedingungslos zustimmend so viel Honig um den Mund schmieren wie es Pu der Bär nur zu gern hätt'😉
@@andreaberg4396 Ein positiver Einfluss ist beispielsweise, dass die Europäer während der Kongokonferenz die Sklaverei in Afrika verboten und das Verbot dann auch konsequent durchgesetzt haben. Bereits lange vor dem atlantischen Dreieckshandel haben afrikanische Stämme und arabische Völker regen Sklavenhandel untereinander betrieben, und er wäre mit Sicherheit ohne den Einfluss ohne die Europäer nicht geendet. Ich finde es schön, dass wir dank den humanistisch und christlich geprägten Europäern heute eine Welt haben, die durch technologischen und humanitären Fortschritt prosperiert wie nie zuvor in der Geschichte. Und dies gilt übrigens auch für Afrika, wo das Bevölkerungswachstum dank steigendem Wohlstand kräftig wächst. Vergleichen sie die heutige, von den Europäern geprägte und globalisierte Epoche mit irgend einer anderen Epoche in der Menschheitsgeschichte, Sie werden keine finden, in der es der Menschheit materiell besser ging und der Umgang miteinander humaner war. Die heutigen Scheuklappen in den Debatten lassen sich gut an Ihrer, mit Verlaub, naiven Frage erklären, dass Sie scheinbar einen einseitigen Blick auf die negativen Aspekte des Kolonialismus haben, ohne sich unvoreingenommen mit der Geschichte beschäftigt zu haben.
Wir können uns niemals zu viel mit dieser unglaublich ungerechten Epoche der Menschheitsgeschichte befassen, um sie kritisch zu verstehen und zu überwinden.
Diese Epoche ist noch nicht vorbei schnuckel. Die Machtverhältnisse sind immer noch kolonial
@@nurrealsupertramp8617 Blödsinn
Bevor man urteilt "unglaublich ungerecht" sollte man erst einmal die verschiedenen Aspekte richtig ausleuchten und auch mit anderen Epochen abgleichen. Imperialismus ist selten besonders nett und der Kolonialismus war und ist zwar einerseits sehr gewaltsam, ja grausam, aber er hat auch viel mit den inneren Verhältnissen der Kolonialisierten (Zerstrittenheit, Kollaboration, Profit und Widerstand) und andererseits technologischen Unterschieden zu tun. In schlichter Gut-Böse-Stempel reicht da nicht aus. Das kam in der Diskussion auch ganz gut heraus. Insbesondere bringt das Eintüten in einzelne Schachterln ohne Zukunftsperspektive nichts.
Warum leisten die Arabischen Imperialisten nicht ihre Milliarden in den Aufbau von Infrastruktur?
So viel geld Dubai hat, könnten die in ganz Afrika eine Zugverbindung aufbauen um waren untereinander besser liefern zu können.
Herzlichen Dank für dieses ungemein gute Gespräch. Ich hätte noch eine weitere Stunde zuhören können. Herzlichen Dank! 🪢
Vielen Dank für dieses tolles Interview und überhaupt diese tolle Reihe und diese sehr sehr klasse Interviewerin
Ein sehr angenehmes Gespräch, das E,otionalisierung vermieden hat und auf positive Bilder neuer Möglichkeiten und Veränderungen gezielt hat. Habe einiges gelernt, danke Frau Getachew!
*Diese Frau hat einen Namen.
Könnt ihr bitte ihren Namen in die Beschreibung bzw. Titel packen!? Danke!*
Ich liebe diese Interviews auf srf!!!
Sehr kompetent, wunderbar!
Herzlichen Gruß aus Yaoundé, Kamerun❤❤❤
Ein spannendes Gespräch! Als Lateinamerikanistin muss ich allerdings sowohl die sehr verkürzte Sicht auf die über 500 Jahre (nicht 400) währende Kolonialgeschichte und auf die Postcolonial Studies bemängeln. Dass Lateinamerikas Kolonialgeschichte und vielfältige Theorielandschaft lediglich in einem Satz und einer unbeantworteten Frage bzw. gar keine Erwähnung finden, ist enorm schade! Ich freue mich auf eine Fortsetzung! 😊
Danke fürs Feedback!
Wobei das glaube ich auch nicht der Anspruch von Getachew zu sein scheint, vielleicht auch schlichtweg, weil sie nicht genug Kenntnisse über diese spezifische Geschichte hat. Hab bisher 40 Minuten gesehen (und mache gerade eine kurze Pause), bis hierhin wurde die Kolonialisierung von Indien auch nur am Rande thematisiert, die Kolonialisierung von Asien sogar gar nicht.
(Wie gesagt vermute ich, dass dem einfach deshalb so ist, weil die Autorin diesbzgl. nicht genug Wissen besitzt. Und dann ist es ja eigentlich sogar sinnvolller, wenn sie sich nicht ausgiebig dazu äussert)
Hm, dass das bei dem Gast kein Schwerpunkt würde, war absehbar. Außerdem ist es im deutschsprachigen Kontext auch nicht sehr verwunderlich, da dort Lateinamerika nie eine so große Rolle wie im angelsächsischen oder spanischen Kontext gespielt hat. Es gibt zwar einige historische Verbindungen etwa mit Brasilien oder Argentinien, aber die sind tendenziell schon postkolonial bzw. nicht im Sinne einer Kolonialmacht sondern eher einer Auswanderungsbewegung zu sehen. Dass der deutschsprachige Raum indirekt natürlich trotzdem über den Handel stark von der Abhängigkeit Lateinamerikas profitiert hat, ist sicher richtig, aber eben weit weniger greifbar als ein unmittelbares Agieren wie in Namibia oder Tansania.
Danke, für dieses ausführliche informative Gespräch
Felwine Sarr und Adom Getachew sind nur zwei, die sich mit einer Zukunft dieses Kontinents befassen. Inzwischen kommt immer mehr die Zukunft des Kontinents in den Fokus. Das ist konsequent. Das ökonomische Wachstum von mehr als 6% p.a. spricht eine deutliche Sprache!
Solche Zahlen sind zwar einerseits ermutigend, andererseits ist aber auch das Ausgangsniveau zu betrachten 6% von wenig ist nicht viel. Trotzdem hat der Kontinent zweifellos das Potential für eine gute Zukunft, wenn die Anführer und -führerinnen verständig und weitsichtig agieren. Leider gibt es auch einige Regionen, die zweifellos in schwierigem Fahrwasser sind. Neben dem Horn von Afrika, wo es schon lange schwer kriselt wirkt auch Westafrika teilweise sehr fragil und weiter zerren diverse Großmächte oder solche, die sich dafür halten, an diversen Ländern ungut herum. Es ist auch nicht so, dass die Emanzipation von den Kolonialmächten immer mit Progression einhergeht wie ja gut dargestellt wurde. Neben Befreiung aus Armut und Gewalt gibt es teilweise auch sehr reaktionäre Tendenzen. Aber das eingeforderte Recht auf eigene Fehler besteht natürlich.
Ich vermisse bei der Karte der kolonisierten Länder auch die farbige Markierung am Besten in Schwarz der Länder-Kolonisatoren. Darüber hinaus vermisse ich auf der Karte die von Russland kolonisierte Länder in Pink zu sehen. Ansonsten vielen Dank!
Naja, teilweise ist das Problem allerdings auch, dass "wir" (vllt ist das in der Schweiz auch anders, ich bin in Deutschland Ende der 90er und in 2000ern zur Schule gegangen) im Geschichtsunterricht nicht sooo sonderlich viel über Kolonialismus gelernt haben. Es wurde hier und da mal erwähnt, unter anderem auch im Fremdsprachenunterricht, aber das ganze Ausmaß des Phänomens wurde mir erst nach und nach klar. Im eigentlichen Geschichtsunterricht ging es viel um Deutschland, die Entwicklung zu demonkratischen Strukturen, etc...(Was sicher auch wichtige Themen sind) Es wurde noch kurz von Wilhelm IIs Wunsch nach einem "Platz an der Sonne" geredet. Aber die globalen Verflechtungen des Kolonialismus, das wurde nicht deutlich. Ich finde, es sollte eigentlich ein gesamter Überblick über die Geschichte der Menschheit im Geschichtsunterricht abgebildet werden, insbesondere in einer Welt mit länderübergreifenden Herausforderungen.
Letzteres ist sicherlich wichtig, allerdings würde ich den eigenen Unterricht nicht so schlecht einstufen. Das Problem war vielleicht eher, dass viele Schüler sich in dem Alter eher für anderes interessieren.
Da sagst Du was sehr richtiges. Wenigstens den Genozid (!) an den Herero und Nama bzw. die deutschen Kolonien in Afrika sollten schon intensiv behandelt werden, gerade weil man da schon so viele Parallelen zum dritten Reich erkennen kann. Das erste deutsche Konzentrationslager war die sogenannte "Haifischinsel".
Wie soll es den gleiche Beziehungen in der Welt geben wenn eine Seite nichts an den Tisch bringt außer das Land auf dem sie lebt?
Kann man das irgendwo ohne Übersetzung gucken?
Hier kannst du dir die englische Originalversion ansehen: ua-cam.com/video/x0WnTBo7Fbc/v-deo.html
Sehr guter Einwand gekräuselte Näschen über Kaffeetrinker. Vor oder nach der Teetime an die eigene Nase zu packenn und gedanklich zu glätten.
Dass heisst nicht rausreden ich meine damit Bewusstsein. und der wirkliche Wert von Lebenszeit dem Wert der körperlichen Arbeitskraft was
die geistige nicht mindern soll.
Ich trinke beides dennoch hat es nicht den gleichen Wert wie Wasser.
Und Wasser ist wertvoll ( nicht das Wasser selbst dies hat keinen Wert oder genau das Gegenteil)
( Viel Spass darüber zu diskutieren)
meine güte… was zelebrierst du wenn du dein smartphone in der hand hälst, deinen monitor oder fernseher anschaltest, am pc arbeitest etc.??? was meinst du wer und für welchen lohn sich da für dich kaputtgearbeitet hat.
was machen die afrikaner wenn sie in ihre autos einsteigen, die glühbirnen einschalten oder wasser aus dem brunnen holen?
❤
Wie kostbar,
Danke - jetzt müssten „wir“mehr in dieser Vision für die Welt denken lernen…..
Es geht blos um Technologie und technische Innovation. Alles anderes is Afterduft.
Vieli Wort aber doch so wenig Inhalt
Man kann nicht einfach sagen, dass der globale Süden günstiger landwirtschaftliche Güter herstellt. Immerhin gibt es hier in Deutschland auch Umweltauflagen auf einem ganz anderen Niveau. Und ob bei Einhaltung dieser Regeln landwirtschaftliche Güter aus dem Süden überhaupt noch günstiger wären, ist fraglich.
Und jetzt stell dir mal vor wie teuer unsere Produkte wären, wenn es dort so etwas wie einen Mindestlohn und Arbeitnehmerrechte und funktionierende Exekutivgewalten gäbe. Wir leben hier in vielerlei Hinsicht sehr billig auf Kosten anderer…
Ich bin hier auch kein Experte, aber ich kann mir gut vorstellen, dass zum einen nicht ausschließlich davon ausgegangen werden darf, dass es bei der Landwirtschaft afrikanischer Staaten keine oder schlechtere Umweltauflagen gelten und zum anderen kann ich mir auch vorstellen, dass die Skaleneffekte aufgrund der zur Verfügung stehenden Fläche sich ebenfalls auf einen niedrigen Preis auswirken können. Selbstverständlich (meine Meinung) steigen Preise, wenn Auflagen eingeführt werden und trotzdem denke ich, dass bei handelsbekommen auf Augenhöhe Afrika in einigen Bereichen Wettbewerbsfähiger ist als Europa.
@@nicl585nonsinn ! Wer repariert eine Uhr die nicht kaputt ist? Reicht es nicht das es ihnen besser geht als nur die Hand aufhalten ❓
Ehrlich,die Kolonien wären besser noch da,den Leuten würde es besser gehen!
Böse einseitige Darstellung ❗
Werden nur noch linke Aktivisten eingeladen?
Was genau ist hier "linker aktivismus"? Können Sie konkreter werden ?
@@christianhofer6234Unruhe Stifter, ex Terroristen usw. vermutlich.
Selten, so einen Schwachsinn gehört
Welcher Schwachsinn genau?
Begründung?
Zwei kluge Leute analysieren eine Stunde lang Kolonialismus und seine Folgen. Irgend ein Rando schreibt dazu: "Schwachsinn". Echt sehr gut dagegen argumentiert!
Danke für Ihre ausführliche Argumentation, könnten Sie diese bitte noch weiter ausführen? Würde mich wirklich sehr interessieren.
sagt wer? haben Sie auch Argumente? Vielleicht selbst ein Buch dazu geschrieben? Übrigens, es heißt: "selten, so einen Schwachsinn gehört", nur mal anfangen bei der Sprachkompetenz.
Aha: Darauf soll die geforderte neue Weltwirtschaftsordnung hinauslaufen- den Weltwohlfahrtsstaat.
Von Neid und Hass bessen . Wir sollen zahlen ist die Kernaussage weil sie alleine nicht klarkommen !
Eine interessante Interpretation. Ich habe es eher so verstanden, dass alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten einzahlen und ausbezahlt werden wie es das Wesen eines Sozialstaates ist und im Rahmen der EU ja schon partiell transnational durch Transferleistungen implementiert ist und sich trotz aller Schwächen auch bewährt.