Mystisches Bodetal zwischen Treseburg und Thale

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  • Опубліковано 6 вер 2024
  • #Harz #Thale #Treseburg #Bodetal
    Wenn man wieder einmal in der alten Heimat unterwegs ist, kommt man unweigerlich auch an Orte und Plätze, die "normalerweise" nur Touristen aufsuchen. So ein Platz ist auch das Bodetal. Zu normalen Zeiten und im Sommer stapeln sich hier die Touristen. Zum Glück aber meistens nur an den bekannten Orten.
    www.tberg.de/i...
    Für mich war die Wanderung im Bodetal eine Rückkehr zu meiner eigenen Geschichte. Hier war ich im Naturschutz aktiv und arbeitete in der Forstwirtschaft. Dieses urwüchsige Stück Erde, von den Kräften der Natur geformt, hat nichts von seiner Strahlkraft verloren.
    Als geübte Flachlandwanderer machten wir uns vorab doch schon Gedanken. Ist es nun besser die grossen Steigungen bergauf zu gehen oder doch lieber bergab. Letztendlich entschieden wir uns dafür, bergauf zu gehen. Gerade bei feuchtem Herbstwetter und den vom Laub bedeckten, teils steinigen Wanderwegen war das rückblickend eine sehr gute Idee.
    Also starteten wir in Treseburg. Unsere Route führt uns direkt durch das Bodetal entlang des Flusses Bode durch urwüchsige Wälder mit jahrhundertealten Eichen, Buchen, Eiben und anderen Bäumen. Ziemlich bald erreichen wir die Sonnenklippe und erwandern uns hier den Stempel der HWN 69.
    Wir kommen an vielen weitern Felsklippen vorbei, laufen über Jahrmillionenalte Gesteinsformationen und durch zerklüftete Schluchten.
    Sind wir in Treseburg noch fast allein unterwegs, so treffen wir - je näher wir nach Thale kommen - immer mehr Menschen. Klar, denn die Hauptattraktionen des Bodetals liegen nun mal bei Thale.
    Unsere Route durch das Bodetal ist übrigens ein Teil des
    Fernwanderweges Harz-Eichsfeld-Thüringer Wald und auch des Harzer Hexenstieges.
    So erreichen wir den Bodekessel. Mein Begleiter ist geflasht von soviel Bergen. Ich kann das verstehen. Mir geht es genauso, aber ich kenne die Landschaft hier.
    Am Gasthaus Königsruhe stempeln wir die HWN 178 und wagen den Aufstieg Richtung Hexentanzplatz. Über Serpentinen geht es hinauf. Für Flachwanderer ist das eine ganz schöne Anstrengung. Auch für mich, aber ich habe ja auch den Rucksack mit der Fotoausrüstung bei mir. :-)
    Oben angekommen haben wir uns die Rast an der La Viershöhe redlich verdient. Und auch den Stempel der HWN 72. So gut tat eine Brotzeit selten. Nach Erholung und Stärkung schauten wir uns auf dem Hexentanzplatz um. Vor allem bestaunten wir natürlich die geilen Felsformationen.
    Über Jahrmillionen hat sich die Bode hier in die Gesteinssschichten eingegraben und Wind und Wetter modellierten das heutige Erscheinungsbild. Einfach ein Wahnsinn! An solchen Orten stören mich dann auch nicht die vielen Touristen. Ok, seien wir ehrlich: es war mitten in der Woche und wir sind mitten in der Coronapandemie. Die Menschenanzahl hält sich hier in Grenzen. Ich finde es gut!
    Hinter dem Hexentanzplatz machen wir einen Abstecher den Brunhildenstieg entlang zur Prinzensicht. Hier hat man noch einmal die Möglichkeit auf die gegenüberliegende Rosstrappe zu blicken. Ausserdem gibt es hier den Stempel der HWN Nr. 70.
    Dann müssen wir zurück. Die Route führt auf Wirtschaftswegen. Aber das ist für mich insoweit in Ordnung. Der Harz ist traditionelles Waldgebiet und Wald darf auch genutzt werden. Wenn es nachhaltig und vertretbar ist.
    Dafür stand übrigens auch der Mann, dem die Forstleute das Pfeil-Denkmal gestiftet haben. Hier gibt es den Stempel der Harzer Wandernadel Nr. 68. Wir bekommen das Denkmal noch in schönsten Abendlicht zu sehen.
    Jetzt müssen wir uns aber sputen, denn wir haben noch eine Strecke vor uns. Das Bestaunen und Fotografieren nimmt viel Zeit in Anspruch. Aber ich kann es verstehen: der ganze Harz ist einfach herrlich!
    Am Aussichtspunkt Weisser Hirsch gibt es die nächste Wandernadelstempelstelle. Nummer 67. Nun stolpern wir die Höhe wieder runter. Je tiefer wir in die Schlucht des Bodetals wieder eintauchen, umso dunkler wird es auch im Wald. Vor uns liegt Treseburg und wir gelangen rechtzeitig kurz vor Einbruch der Dunkelheit wieder an unserem Parkplatz.
    Fazit: Obwohl einer der Touristenmagneten im Harz ist das Bodetal unbedingt einen Besuch wert. Orte wie der Hexentanzplatz, der Bodekessel, der Blick auf die Rosstrappe und die urtümlichen Schluchten: sie sind einen Besuch unbedingt wert! Abseits der HotSpots findet man aber auch genügend Ruhe und Erholung. Dennoch sollte man sich nicht zuviel vornehmen. Für Touren abseits der HotSpots empfehlen sich unbedingt Wanderschuhe. Je nach der geplanten Tourdauer sollte man eine Taschenlampe mitnehmen. Im Wald und in den Schluchten wird es eher als gewohnt dunkel.
    Weitere Tipps im Harz findest du auf meiner Webseite: www.tberg.de/u...

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